
Spiderman 3
Der Fortsetzungsmarathon für diesen Kinosommer hat also begonnen. Den Anfang macht Spiderman Teil 3 - ihm nachfolgen werden Harry Potter, Shrek, die fantastischen Vier, Stirb langsam (PG-13!!!!!!) und möglicherweise noch einige mehr, die ich schon wieder vergessen habe oder einfach ignoriere (Hirnlos in der Karibik).
Um ehrlich zu sein, ist Spiderman 3 auch der einzige dieser Filme, in den ich einige Hoffnungen gesetzt habe. Der erste Teil ist, meiner Ansicht nach, die beste Superhelden-Comic Verfilmung die ich bisher erlebt habe. Eben weil er die Charaktere nicht bloß nach billigster Hollywood 08/15 Holzhammer Manier charakterisiert werden und Handlung nicht nur als Überleitung von Effekt zu Effekt benutzt wird.
Der zweite Teil schloß nahtlos an den ersten an und setzte die Handlung gekonnt und auf ähnlich hohem Niveau fort. Dieser Umstand alleine war schon Anlaß zum staunen. Und nun also Teil 3.
Gleich vorneweg: Ich mochte diesen Film. Sogar sehr.
Zum ersten Mal gelingt es einem Film den Tonfall einer Superhelden Comicreihe zu treffen. In einigen Kritiken liest man, der Film sei überladen mit seinen drei Schurken und würde sich zu wenig Zeit nehmen für die einzelnen Charaktere. Ich habe das so nicht empfunden. Die ständig wechselnden Handlungslinien gaben mir das Gefühl einen mehrere Hefte überspannenden Handlungsbogen anschauen. In jeder Episode wird im Hintergrund an einer anderen Plotline gesponnen, die dann später wieder mehr in den Vordergrund tritt. Sicherlich hätte man manchen Charakteren etwas mehr Zeit widmen können - allen voran Gwen Stacy, die ein bisschen verloren mal hier und mal dort auftaucht - aber durch seine eigene Erzählweise entwickelt der Film einen konstanten Erzählfluss, der mich völlig in seinen Bann gezogen hat und die 140 Minuten erstaunlich kurz erscheinen ließ.
Optisch versucht der Film sich mit jeder Actionsequenz selbst zu übertrumpfen, obwohl er das eigentlich nicht nötig hätte. Am Ende des ersten Duells zwischen Spidey und dem neuen Goblin fühlt man sich als wäre man geradewegs aus der Achterbahn gestolpert. Und der Showdown sieht auch einfach nur grandios aus. Wobei ich niemandem etwas vormachen will, es ist offensichtlich der Computer am Werk und das sieht man auch. Für alle Spiderman und seine Kontrahenten sind physikalische Gesetze offensichtlich kein Muss. Aber wen interessiert das bei einem Superhelden Comic? Mich auf jeden Fall nicht.
Wer sich schon ein wenig im Internet umgetan und über den Film gelesen hat, wird bereits gehört haben, dass es ein oder zwei Szenen gibt, in denen Spiderman fast zum Musical wird. Die erste ist Peter Parkers Saturday Night Einlage, die zweite eine kurze Einlage zwischen Mary Jane und Harry. Die Kritik an der zweiten Szene kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, der kurze Ausschnitt erzeugt zwischen den Charakteren mehr Nähe als tausend Zeilen Hollywood Dialog. Über Peters Tanzeinlage kann man geteilter Meinung sein. Ich persönlich bin der Meinung, dass der Film so oft zwischen Ernst und Spaß und Action und Emotionen wechselt, dass die Szene den Gesamteindruck - ob man sie nun gut findet oder nicht - nicht großartig beeinflusst. Ich bin versucht zu sagen, ich fand sie nicht unbedingt notwendig, andererseits hat mir aber der Umstand gefallen, dass Raimi eine so verrückte Szene in den Film gelassen hat. Deshalb hab ich beschlossen die Szene gut zu finden. Es gibt genug Blockbuster ohne eine einzige gewagte oder außergewöhnliche Szene.
Fazit:
Spiderman 3 ist eine höchst unterhaltsame Comicverfilmung, die nicht nur mit CGI - Effekten glänzt sondern auch eine spannende Geschichte erzählt und die Spiderman Trilogie zu einem runden Ende bringt. Wenn dieses Niveau eingehalten wird, darf Sam Raimi gerne noch viele Spiderman Filme machen.
Um ehrlich zu sein, ist Spiderman 3 auch der einzige dieser Filme, in den ich einige Hoffnungen gesetzt habe. Der erste Teil ist, meiner Ansicht nach, die beste Superhelden-Comic Verfilmung die ich bisher erlebt habe. Eben weil er die Charaktere nicht bloß nach billigster Hollywood 08/15 Holzhammer Manier charakterisiert werden und Handlung nicht nur als Überleitung von Effekt zu Effekt benutzt wird.
Der zweite Teil schloß nahtlos an den ersten an und setzte die Handlung gekonnt und auf ähnlich hohem Niveau fort. Dieser Umstand alleine war schon Anlaß zum staunen. Und nun also Teil 3.
Gleich vorneweg: Ich mochte diesen Film. Sogar sehr.
Zum ersten Mal gelingt es einem Film den Tonfall einer Superhelden Comicreihe zu treffen. In einigen Kritiken liest man, der Film sei überladen mit seinen drei Schurken und würde sich zu wenig Zeit nehmen für die einzelnen Charaktere. Ich habe das so nicht empfunden. Die ständig wechselnden Handlungslinien gaben mir das Gefühl einen mehrere Hefte überspannenden Handlungsbogen anschauen. In jeder Episode wird im Hintergrund an einer anderen Plotline gesponnen, die dann später wieder mehr in den Vordergrund tritt. Sicherlich hätte man manchen Charakteren etwas mehr Zeit widmen können - allen voran Gwen Stacy, die ein bisschen verloren mal hier und mal dort auftaucht - aber durch seine eigene Erzählweise entwickelt der Film einen konstanten Erzählfluss, der mich völlig in seinen Bann gezogen hat und die 140 Minuten erstaunlich kurz erscheinen ließ.
Optisch versucht der Film sich mit jeder Actionsequenz selbst zu übertrumpfen, obwohl er das eigentlich nicht nötig hätte. Am Ende des ersten Duells zwischen Spidey und dem neuen Goblin fühlt man sich als wäre man geradewegs aus der Achterbahn gestolpert. Und der Showdown sieht auch einfach nur grandios aus. Wobei ich niemandem etwas vormachen will, es ist offensichtlich der Computer am Werk und das sieht man auch. Für alle Spiderman und seine Kontrahenten sind physikalische Gesetze offensichtlich kein Muss. Aber wen interessiert das bei einem Superhelden Comic? Mich auf jeden Fall nicht.
Wer sich schon ein wenig im Internet umgetan und über den Film gelesen hat, wird bereits gehört haben, dass es ein oder zwei Szenen gibt, in denen Spiderman fast zum Musical wird. Die erste ist Peter Parkers Saturday Night Einlage, die zweite eine kurze Einlage zwischen Mary Jane und Harry. Die Kritik an der zweiten Szene kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, der kurze Ausschnitt erzeugt zwischen den Charakteren mehr Nähe als tausend Zeilen Hollywood Dialog. Über Peters Tanzeinlage kann man geteilter Meinung sein. Ich persönlich bin der Meinung, dass der Film so oft zwischen Ernst und Spaß und Action und Emotionen wechselt, dass die Szene den Gesamteindruck - ob man sie nun gut findet oder nicht - nicht großartig beeinflusst. Ich bin versucht zu sagen, ich fand sie nicht unbedingt notwendig, andererseits hat mir aber der Umstand gefallen, dass Raimi eine so verrückte Szene in den Film gelassen hat. Deshalb hab ich beschlossen die Szene gut zu finden. Es gibt genug Blockbuster ohne eine einzige gewagte oder außergewöhnliche Szene.
Fazit:
Spiderman 3 ist eine höchst unterhaltsame Comicverfilmung, die nicht nur mit CGI - Effekten glänzt sondern auch eine spannende Geschichte erzählt und die Spiderman Trilogie zu einem runden Ende bringt. Wenn dieses Niveau eingehalten wird, darf Sam Raimi gerne noch viele Spiderman Filme machen.
P.S. War die Szene mit der Amerika-Flagge ein Witz? Die war ja so dermaßen deplaziert. Ich möchte glauben, dass Raimi das mit Absicht gemacht hat.

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